Mich interessiert, wie Menschen ihre eigenen Umstände verstehen und was durch genaues Hinschauen sichtbar wird. Mein systemischer Ansatz im Coaching bietet einen Raum, in dem wir gemeinsam auf das schauen, was sich vielleicht nur ganz leise bemerkbar machen möchte, was noch nicht klar zu greifen ist.
Mein Blick auf solche Situationen ist geprägt durch meinen Hintergrund in Kultur- und Sprachwissenschaften. Als Ethnologin habe ich gelernt, Situationen aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und in Zusammenhängen wahrzunehmen. Die Methode der teilnehmenden Beobachtung – genau hinzuschauen und zuzuhören, bevor man vorschnelle Schlüsse zieht – ist grundlegend für meine Herangehensweise in der Beratung.
Durch die intensive Auseinandersetzung mit Sprache habe ich diesen Blick weiter vertieft und für feine Nuancen sensibilisiert: Für das, was zwischen den Worten mitschwingt und in einem Gespräch vielleicht erst allmählich sichtbar wird.
Über viele Jahre habe ich als Sprachlehrerin in verschiedenen schulischen Kontexten mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gearbeitet – oft mit Menschen in schwierigen und brüchigen Lebenssituationen. Diese Begegnungen haben meine Wahrnehmung für individuelle Lebensrealitäten und soziale Perspektiven geschärft. Ein längerer Aufenthalt in den USA sowie persönliche Erfahrungen in unterschiedlichen kulturellen Kontexten haben dieses Verständnis weiter reifen lassen.

Ein Schritt nach draußen kann auch innerlich etwas in Bewegung bringen.
Durch die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wurde mir immer mehr bewusst, wie stark Menschen von den Strukturen geprägt sind, in denen sie leben, arbeiten und lernen. Anpassung und Reibung allein führen selten zu Wohlbefinden, wenn der Rahmen selbst nicht stimmig ist.
In meiner Praxis geht es deshalb nicht unbedingt darum, schnelle Antworten zu finden. Der Weg entsteht im Gehen. Dabei schauen wir gemeinsamen hin und forschen. Ich bringe meinen systemischen Blick, meine Fragen und meine Wahrnehmung ein und halte den Raum, in dem Klarheit entstehen kann.
Begegnung auf Augenhöhe ist die Grundlage meiner Arbeit, mit Kindern ebenso wie mit Erwachsenen.
Wenn in Gesprächen sichtbar wird, dass körperliche Bewegung eine Unterstützung sein kann, nehmen wir diesen Impuls auf, um den Blick zu heben, den Ort zu wechseln und einen ersten Schritt in eine neue Richtung zu machen.
Die Natur wird dabei zum Erfahrungsraum: für neue Perspektiven, für Energie und für das, was innen und außen bewegt werden möchte.